Jahresausflug in den Bayrischen Wald   2017

 

Pünktlich um 7 Uhr startete unser Ausflug am 15.6.2017 von Herchen in die Oberpfalz, bzw. nach Tschechien. Die Firma Benninghoff hatte uns nach anfänglichen Schwierigkeiten einen neuen Bus und zum ersten Mal eine Fahrerin gestellt.Vom Bus waren wir sehr angetan und von der Fahrerin begeistert. Ihr Bremstest, wegen einer Katze kurz hinter Herchen-Bahnhof, überzeugte uns von ihrer Reaktionsfähigkeit und auch von der Griffigkeit der Bremsen. Pech war zuerst, das der Kühlschrank abgeschlossen war und der vorherige Fahrer den Schlüssel mit nach Hause genommen hatte. Aber es klappte auch so ganz gut. Im Autohof Wertheim unterbrachen wir die Reise für ein ausführliches Frühstück. Das Buffet war gut bestückt und alle ließen es sich schmecken. Lachs war leider früh zu Ende und auf unsere Nachfrage erhielten wir die leicht schnippische Antwort, dass es für den ausgehandelten Preis nicht mehr geben würde. Naja, satt wurden wir auch ohne Fisch und in der heißen Sonne auf der Terrasse hätte sich der Fisch auch nicht wohlgefühlt. Weiter kutschierte uns unsere Gabi dann bis zum Hotel Kastanienhof in Georgenberg. Dort wurden wir von der Chefin, Frau Holefelder, mit Kaffee und Riesenstücken leckerem Kuchen begrüßt. Ein Glück, das der menschliche Magen dehnbar ist, denn am Abend füllte ein sehr leckeres Viergang Menue evtl. entstandene Lücken wieder auf. Als Rheinländer ist man ja 0,2 L Gläser gewöhnt. Aber die Oberfranken haben da andere Vorstellungen. 0,3 oder 0,4 oder 0,5 Liter, wir waren da sehr flexibel. Hauptsache der Inhalt schmeckte. Den Abend ließen wir auf der Hotelterrasse bei angenehmen Temperaturen ausklingen.

Tag 2 begann, ja womit wohl? Natürlich mit Essen. Ein üppiges Frühstücksbuffet machte uns fit für den Tag und die Fahrt nach Franzensbad und Marienbad in Tschechien. Der von uns engagierte Führer, Herr Anton Vater, führte uns über ziemlich leere Straßen durch die herrliche Natur zuerst nach Franzensbad. Seine Bemerkung, Gabi könne hier ruhig mitten auf der Straße fahren, hier käme eh kein Auto, wurde durch einen dicken Lastwagen ziemlich abrupt konterkariert. Aber unsere Fahrerin konnte nichts aus der Ruhe bringen. Ansonsten waren seine Ausführungen sehr informativ und unterhaltsam. Zu einem kurzen Aufenthalt stoppten wir an einem Asia-Markt. Ein bisschen wie der Plutenmarkt auf der Eitorfer Kirmes, aber viel größer. Hier gab es alles mögliche, aber zu Kronen-Preisen. Franzensbad ist ein kleines Bad mit schönen alten Häusern und gepflegten Parkanlagen. Allerdings waren außer uns sehr wenige Menschen unterwegs. Lt. unserem Führer sind die Bäder nur zu 60 % ausgelastet. Marienbad ist da schon eine andere Welt. Größer, mit vielen Hotels und Restaurants und mehr Shoppingmöglichkeiten. Wir hatten uns zu Mittag im Hotel Bohemia angemeldet. Tolle Fassade, tolle Halle und ja, das Essen war auch ganz in Ordnung. Das Personal hatte den Servicegedanken noch nicht so recht verinnerlicht, aber wir waren ja auch nur Durchgangsverkehr. Da kann das überall mal vorkommen.

Danach besichtigten wir vor dem Kurhaus den “singenden Brunnen”. Dessen Fontänen, synchron zur Musik gesteuert, ergaben ein herrliches Bild und der leichte Sprühregen eine wunderbare Abkühlung in der heißen Sonne. Zur angrenzenden Wandelhalle gehörte eine Bühne, die für ein Konzert hergerichtet war. Natürlich nutzten wir diese Gelegenheit und gaben ein eigenes Konzert. Die Akustik war sehr gut und im Nu hatten wir eine große Zuhörerschar. Mit einigen Liedern demonstrierten wir unser Können und erhielten großen Beifall der internationalen Zuhörer. Nach dem Bummel durch Marienbad fuhren wir noch zu einer sehr schönen Russisch-Orthodoxen Kirche, in der wir nach Rücksprache, auch noch sangen. Hier stellten wir auch fest, dass einige unserer Zuhörer aus der Wandelhalle mitgekommen waren, um uns auch hier zu hören. In unserem Hotel gab es dann abends wieder ein deftiges Grillbuffet. Und dann ergab sich aus dem Nichts ein herrlicher Abend. Erst wurde gesungen; vom Volkslied über Schlager und Karneval war alles vertreten. Ein Sketch einer unserer Frauen war dann der Startschuss für eine weitere Steigerung. Das Spiel “wer passt zu mir?” regte allgemein die Phantasie an und wir kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus. Bis weit nach Mitternacht ging diese Sause. Am folgenden Morgen fuhren wir nach Pilsen, Kulturhauptstadt Europa 2015. Hier konnte erst jeder nach Herzenslust bummeln, ehe wir uns zu einer Besichtigung der historischen Keller trafen. In einer einstündigen, sehr interessanten Führung, erhielten wir einen Einblick in den Zweck und den Aufbau dieser fast 9 km langen Anlage unter der Stadt. Natürlich sind wir keine 9 km gelaufen. Wir können zwar schnell singen, aber keine 9 km mit Erklärungen in einer Stunde laufen. Im Anschluss war wieder freie Verfügung für alle. Unsere Fahrerin war immer mit uns unterwegs und schoss viele schöne Bilder von uns. Im Hotel gab es dann abends ein bayerisches Buffet mit einem Spanferkel.


Dieses wurde mit Glockengebimmel auf einer Trage herumgezeigt, ehe es den Weg auf unsere Teller fand. Nach dem Essen startete unser traditioneller Abschlussabend. Der vom Hotel gebuchte Alleinunterhalter begann sehr “modern” mit Freddy Quinn etc., aber wir haben ihn noch umgepolt. Nach seiner gebuchten Zeit spielte er freiwillig noch weiter bis Mitternacht, weil es ihm mit uns so viel Spaß machte. Unsere Tombola brachte auch dieses mal wieder einige glückliche Gewinner hervor und auch dieser Abend klang dann wieder sehr spät aus. Sonntag, nach dem Frühstücksbuffet, hieß es dann auf wiedersehen. Frau Holefelder, die uns empfangen hatte, verabschiedete uns mit einigen netten Worten. Bis zu unserem Zwischenstopp in Volkach ging es teils sehr zähflüssig über die Autobahn. Aus diesem Grund konnten wir in Volkach auch nur das vorbestellte Mittagessen im Hotel Vier Jahreszeiten einnehmen und leider keinen Stadtbummel mehr machen. Gegen 21.30 Uhr trafen wir dann müde und wohlbehalten nach einer sehr schönen Fahrt in Herchen ein. Wir verabschiedeten unsere tolle Fahrerin und würden uns freuen, wenn sie uns in 2 Jahren wieder chauffieren könnte. Jetzt hat der Alltag uns wieder und wir müssen uns tatsächlich schon mit Weihnachten beschäftigen. Ende November wollen wir in der evangelischen Kirche in Herchen ein schönes Weihnachtskonzert geben und bis dahin heißt es üben, üben, üben. Den Termin werden wir rechtzeitig mitteilen und hoffen auf viele Besucher.