Jahresausflug nach Dresden

Es ist schon Tradition, dass der Quartettverein alle zwei Jahre sich auf große Fahrt begibt. Diesmal ging es für vier Tage in Richtung der Sächsischen Schweiz mit dem Ziel, der sächsischen Hauptstadt Dresden einen Besuch abzustatten. Eine größere Pause wurde in Weimar gemacht, ein Symbolort mit großer Vergangenheit. Zwischen Klassik und  Bauhaus konnte sich ein jeder selbst ein Bild über die Kulturstadt Weimar machen. Die Thüringische Bratwurst war für einige von uns die traditionsbewusste Antwort auf herkömmliche Fastfood-Angebote. Schmeckt am besten mit Senf! Schade, dass der Aufenthalt so kurz war.Gegen Abend wurden wir als Gäste im Burghotel  Stolpen  von der Wirtin, Frau Autenrieth, mit einem Kräuterlikör begrüßt, der uns auf die kommenden Tage einstimmen sollte.

 

Der nächste Tag war trotz Regen der Stadt Dresden gewidmet.  Ein kundiger Städteführer, im besten sächsischen Dialekt, zeigte den Teilnehmern während einer Busfahrt sowie einen etwas anstrengenden Fußmarsch die Sehenswürdigkeiten dieser Metropole. Weltruf genießt die Musikstadt Dresden, deren Tradition über 700 Jahre zurückreicht. Semperoper, Staatskapelle, Philharmonie und Kreuzchor begeistern nach den Ausführungen des Führers mit ihren Klangkörpern. Weltbekannt sind auch die Gemäldegalerie Alte Meister mit Raffaels »Sixtinischer Madonna« und die königliche Schatzkammer, das »Grüne Gewölbe«.

Die ehemalige Schatzkammer im Residenzschloss ist die größte Kleinodiensammlung Europas. Preziosen aus Gold, Silber und Edelstein aus Perlmutt, Kokosnüssen oder Straußeneiern – hier gibt es alles im Überfluss. Es gibt unter anderen ein Bernsteinkabinett, ein Elfenbeinzimmer, ein Weißsilber- und ein silbervergoldetes Zimmer, ein Bronzenzimmer sowie einen Pretiosensaal – einer prächtiger gestaltet als der andere und allesamt gefüllt mit kostbaren Gefäßen und prächtigem Schmuck. Vergoldete Spiegelwände und Gitter sorgen für eine sehr eigenwillige Atmosphäre.

 

Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung der Frauenkirche. Sie kann auf eine mehr als tausend Jahre währende Geschichte zurückblicken und doch begann am 30. Oktober 2005 eine ganz neue Zeitrechnung für das berühmte Wahrzeichen der sächsischen Landeshauptstadt. Mit der festlichen Weihe konnten die Einwohner der Stadt - aber auch die zahllosen Unterstützer überall auf der Welt - den Wiederaufbau der Frauenkirche feiern.

 

 Auch der Weg  zum Blauen Wunder, Dresdens berühmtester Elbbrücke, war einer der Ziele, die einen Besuch wert waren. Das Bauwerk aus Stahl, das im 19. Jahrhundert erstmals einen so breiten Fluss wie die Elbe ohne Pfeiler im Strom überspannte. 

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Gegen Abend war die Besichtigung der Burganlage in Stolpen angesagt. Die über 790 Jahre alte, bei Tag und Nacht weithin sichtbare Burg Stolpen gilt als Hauptanziehungspunkt dieses Bereiches. Diese mittelalterliche Burg wurde auf einem Basaltrücken erbaut und ist mit der über 1000-jährigen Geschichte Sachsens eng verbunden.

Bei einem Rundgang durch die vier Burghöfe mit der Folterkammer, dem Johannisturm (auch Coselturm genannt), dem Schösserturm, dem Seigerturm und dem Siebenspitzenturm kann man ein Stück Geschichte erleben.

Zu den interessantesten Bauwerken gehört der 84 Meter tiefe Burgbrunnen, welcher der tiefste in Basalt getriebene Brunnen der Erde ist. Im Johannisturm können die Räume besichtigt werden, in denen die Gräfin Cosel – die wohl bekannteste Mätresse August des Starken – während ihrer 49-jährigen Gefangenschaft lebte. Vom Fürstenplatz, dem höchsten Aussichtsplateau der Stadt, kann man einen wundervollen Rundblick genießen.

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Regen, Regen ….  begleitete die Fahrt in die Sächsische Schweiz am nächsten Tag. Der Regenschirm war ein willkommenes Requisit auf den Abstecher zur Festung Königstein und zur Bastei.

Die Festung Königstein ist ein einzigartiger Zeuge europäischer Festungsbaukunst. Über 750 Jahre Geschichte haben diese Wehranlage zu einem eindrucksvollen Ensemble von Bauwerken der Spätgotik, der Renaissance, des Barock und des 19. Jahrhunderts werden lassen. Auf der 9,5 ha großen Festungsanlage konnte man an diesem Tag ein historisches Spektakel, wie den Einmarsch und Besetzung durch die

 

Schweden bestaunen. Außerdem bestand die Möglichkeit zum Zugang zu den 400 Jahre alten Tiefkellern und unterirdischen Kasemattenanlagen. 

Die Sächsische Schweiz mit der Bastei, als eine der bekanntesten Naturdenkmäler Deutschlands seit 200 Jahren,  mit der Felsenburg Rathen als geschichtsträchtiger Aussichtspunkt über der Elbe fiel wegen Regen buchstäblich ins Wasser. Schade, aber die gute Laune blieb. 

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Am Abend hat der Quartettverein auf Einladung des Festkomitees zum historischen Stadtfest 2013 in der Stadtkirche zu Stolpen ein Konzert unter der Leitung von Katrin Waldraff anlässlich des 333. Geburtstages der Gräfin Cosel veranstaltet, das von den zuhörenden Gästen mit viel Applaus bedacht wurde.

Mit einem gemütlichen Abend im Hotel mit Musik und Tanz haben alle Teilnehmer bis spät in der Nacht diesen Tag ausklingen lassen.

 

Rechtzeitig konnte bei Regen (!) die Heimreise angetreten werden und die Reisegruppe ist am Abend wohlbehalten in unser schönes Herchen zurückgekehrt.

Dank der Vorarbeit des Vorstandes konnten alle Teilnehmer auf ein ereignisreiches, kulturelles und informatives Reiseerlebnis zurückblicken.